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Agile Prinzipien und Werte klug umgesetzt

Agile Prinzipien und Werte sind essentiell für selbstorganisierte Teams. Diese gestalten ihre Zusammenarbeit anhand dieser Handlungsleitlinien. Um welche es sich dabei handelt, habe ich in dem Artikel ‘Agile Prinzipien erfolgreicher Teams’ beschrieben. Die Vorgaben sind klar – doch wie sind diese Kompetenzen praktisch umzusetzen?

Bewusster Vorsatz reicht nicht aus

Könnten wir uns nicht einfach vornehmen, agile Prinzipien und Werte umzusetzen? Mit dieser Absicht wären wir beispielsweise offen für Neues, würden mutig unseren Standpunkt vertreten sowie stets respektvoll und gelassenen miteinander umgehen. Das kann gelingen, muss aber nicht. Wie schwierig eine Verhaltensänderung sein kann, weiss jeder, der schon einmal mit dem Rauchen aufhören, dreimal in der Woche Sport treiben oder fünf Kilo abnehmen wollte. 

Offensichtlich reicht es häufig nicht, sich bewusst etwas vorzunehmen. Warum? Der bewusste Verstand ist nicht die einzige Instanz im Gehirn, die über das Verhalten entscheidet. Es gibt ein zweites Gedächtnissystem, das die Handlungen eines Menschen massgeblich mitbestimmt: Es ist das Unbewusste. Vielen Menschen ist es suspekt. Vielleicht hältst du es auch für etwas Dubioses, sehr Geheimnisvolles? Diese Skepsis war lange Zeit durchaus angebracht. Doch mittlerweile ist dieses zweite Gedächtnissystem des Menschen wissenschaftlich gut erforscht. Dank moderner bildgebender Verfahren wie zum Beispiel die Magnetresonanztomographie (MRT) weiss man sehr viel über seine Funktionsweise. Dieses Wissen lässt sich nutzen, um agile Prinzipien und Werte möglichst zuverlässig in den Alltag zu integrieren. 

Synchronisation beider Gedächtnissysteme

Diese Verhaltensänderung gelingt nachhaltig, wenn die beiden Gedächtnissysteme – also der Verstand und das Unbewusste – das gleiche wollen. Wie gelingt diese Synchronisation beider Systeme? Hier kommt das Zürcher Ressourcen Modell ZRM® ins Spiel. Es ist ein Selbstmanagementtraining, das von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause an der Universität Zürich entwickelt wurde. Es bietet eine Anleitung zur besseren Selbststeuerung. Dies ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, eigene Ziele zu bilden und sie gegen innere und äussere Widerstände umzusetzen. 

Im ZRM ist die Synchronisation von Verstand und Unbewussten ein zentraler Punkt. Daraus resultiert eine Intension. Sie ist mit starken positiven Gefühlen verbunden. Es ist ein Gefühl des Wollens, verbunden mit einer starken Entschlossenheit. Mit anderen Worten: intrinsische Motivation für den formulierten Vorsatz ist vorhanden. Diese Intension entspricht dem, was in der IT Terminologie oftmals als agiles Mindset bezeichnet wird. Es repräsentiert eine innere Verfassung, in der beide Gedächtnissysteme hinsichtlich des gewünschten Verhaltens aufeinander abgestimmt sind. 

Agile Prinzipien und Werte erfolgreich umsetzen

Kommen wir nochmals zu unserer Ausgangsfrage zurück: Wie können agile Prinzipien und Werte klug umgesetzt werden? Es gelingt dann, wenn diese Absicht von beiden Gedächtnissysteme unterstützt wird. Sowohl Verstand wie auch Unbewusstes müssen es wollen. Dann haben Prinzipien und Werte die besten Chancen nachhaltig in den Alltag integriert zu werden. Wie du hierfür vorgehen kannst, erfährst du im Artikel ‹Agiles Mindset entwickeln – ein Leitfaden‹.

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